Schaubilder
Nachfolgend werden ausgewählte Aspekte aus dem Straschek-Nachlass auf der Grundlage filmhistorischer Überlegungen mithilfe von Schaubildern präsentiert. Als Ausgangspunkt dieser Visualisierungen dienen die verschiedenen Datensätze, die für das Projekt in einer Datenbank zusammengefasst wurden; den Kernbestand bilden die Angaben aus den Deckblättern des Straschek-Nachlasses in Verbindung mit Informationen aus der Gemeinsamen Normdatei (GND), von Wikidata und den Filmverzeichnissen einzelner Exilant:innen, die über die International Movie Database (IMDb) erschlossen wurden.
Die Schaubilder beziehen sich auf Fragen rund um die Bedeutung und Konsequenzen der unfreiwilligen Abwanderung von über 4.000 Personen aus der Film- und Kinoindustrie in Deutschland. Im Zentrum stehen in fünf Kapiteln die Lebenswege der Filmexilant:innen.
Die kartographische Visualisierung von «Geburtsorten» verortet Menschen in Raum und Zeit und hebt hervor, dass hinter den Daten individuelle Biografien, gelebtes Leben, stehen. Gleichzeitig vermitteln die Geburtsorte einen Eindruck von der weit verstreuten Herkunft derjenigen, die aus ganz Europa ihr Glück in der pulsierenden Film- und Kinoindustrie der ersten 30 Jahre des Zwanzigsten Jahrhunderts suchten. Das Kapitel zur «Arbeit in der Film- und Kinoindustrie» gibt Einblicke in die vielfältigen beruflichen Tätigkeiten, denen die Exilant:innen im Laufe ihres Arbeitslebens nachgingen. Dabei wird deutlich, dass nicht nur bekannte Regisseur:innen und Schauspieler:innen ihre Arbeit in der Film- und Kinoindustrie in Deutschland verloren haben. Auch Sektretär:innen, Statist:innen und Filmtechniker:innen mussten, um ihr Leben zu schützen, ins Exil gehen. Das Kapitel «Auf der Flucht» nimmt die Orte und Netzwerke des Exils in den Blick. Die beiden abschließenden Kapitel widmen sich sodann dem «Kamera– und Drehbuchbereich».